Mit gerade einmal 5,1 Gramm pro Ohrhörer gehört der Bowie MC2 zu den leichtesten Vertretern seiner Klasse – und das merkt man sofort. Der C-Ring-Clip aus Memory-Titanlegierung sitzt kaum spürbar am Ohr und passt sich der individuellen Ohrform an. Drei wechselbare Ohrpolstergrößen aus weichem Silikon (M, L, XL) ermöglichen eine individuelle Passform.
Wer lange Haare trägt, sollte sich allerdings auf eine unschöne Eigenheit einstellen: In dem C-Ring-Clip verfangen sich gern mal Haare. Das ist bauartbedingt kein Alleinstellungsmerkmal des MC2, aber im Alltag ärgerlich.
Das Ladecase ist kompakt und wertig verarbeitet; der Lieferumfang beschränkt sich auf das Nötigste: die Ohrhörer, drei Ohrpolstergrößen und ein USB-C-Kabel.
Klang: Solide Hi-Res-Wiedergabe, Bass bauartbedingt schwach
Baseus stellt den MC2 mit einem ungewöhnlichen Marketingargument in den Vordergrund: Grammy-Preisträger sollen die Hörer empfohlen haben. Das darf man ruhig mit einer Prise Skepsis genießen. Was aber stimmt: Der MC2 klingt für einen Open-Ear-Ohrhörer ordentlich. Das 11-Millimeter-Dynamiksystem mit Tri-Magnet-Konstruktion und vierlagiger Metallmembran liefert ein aufgelöstes Klangbild mit brauchbaren Mitten und klaren Höhen. LDAC und Hi-Res Audio Wireless zertifizieren die Qualitätsambition des Herstellers – und wer ein Android-Gerät nutzt, profitiert tatsächlich von der höheren Datenrate.
Der Bass leidet erwartungsgemäß unter der offenen Bauart. Er wirkt dünn und verliert Substanz, sobald die Umgebung lauter wird. Das ist kein spezifischer Makel des MC2 – es ist das grundsätzliche Dilemma jedes Open-Ear-Designs. Wer satte Tieftöne erwartet, greift besser zu einem geschlossenen In-Ear. Für Podcasts, ruhige Musikgenres und Hintergrundberieselung reicht der Sound aber allemal.
Die BISA-Spatial-Audio-Technologie (Baseus Immersive Spatial Acoustics) fügt der Klangbühne räumliche Tiefe hinzu – ein netter Bonus im Alltag, aber kein Gamechanger. Die vier Beamforming-Mikrofone mit KI-Windgeräuschunterdrückung funktionieren zuverlässig; Telefonate klingen auch unterwegs klar und verständlich.
Akku & Konnektivität: Bis zu 60 Stunden Laufzeit mit Schnellladefunktion
Hier spielt der MC2 seine stärkste Karte aus. Mit aktiviertem Bass Boost hält ein einzelner Ohrhörer rund 11,5 Stunden durch – ohne Bass Boost sogar 13 Stunden. Zusammen mit dem Ladecase kommt man auf bis zu 55 beziehungsweise 60 Stunden Gesamtlaufzeit. Die Rapid-Charge-Funktion lädt den Hörer in zehn Minuten für drei weitere Stunden Wiedergabe nach.
Bluetooth 6.0 in Kombination mit der Baseus Smart Connect-Technologie sorgt für stabile Verbindungen und eine Latenz von 38 Millisekunden – solide auch für Gaming und Videoschnitt. Multipoint-Verbindung mit zwei Geräten gleichzeitig ist selbstverständlich dabei.
Die Baseus-App bietet EQ-Anpassungen, Bassverstärkung, einen Niedriglatenz-Spielmodus und eine GPS-gestützte Ortungsfunktion für verlegte Hörer. Wer die KI-Funktionen – Echtzeitübersetzung, Notizerfassung, KI-Chat – nutzen möchte, benötigt die Tuya-App.
Fazit: Starkes Open-Ear-Paket für unter 90 Euro
Der Baseus Bowie MC2 ist ein überzeugender Open-Ear-Ohrhörer für den aktiven Alltag: leicht, bequem, ausdauernd und ordentlich ausgestattet. Der Klang ist für die Bauart solide, der Bass erwartungsgemäß schwach – wer das akzeptiert, bekommt zum Preis von 90 Euro ein stimmiges Gesamtpaket. Abzüge gibt es für die Haarfallen-Eigenschaft des C-Rings. Wer auf scharfen Bass angewiesen ist oder lange Haare trägt, sollte sich alternativ nach geschlossenen In-Ears umsehen.
Die Baseus Bowie MC2 sind ab dem 10. Juni 2026 über den europäischen Amazon-Store erhältlich. Der reguläre Preis liegt bei 89,99 Euro. Zum Launch gibt es eine zeitlich begrenzte Aktion im Baseus-Amazon-Store: Mit dem Rabattcode MC2OWSPR sinkt der Preis auf 49,99 Euro – gültig vom 1. Juni bis zum 31. Juli 2026.
| Produktname | Bowie MC2 |
|---|---|
| Hersteller | Baseus |
| Preis | 90 € |
| Webseite | https://eu.baseus.com/de |
| Pro |
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| Contra |
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| 2gut |










